Scope 3 in der Praxis: Wie die Unternehmen der Schwarz Gruppe ihre Lieferketten dekarbonisieren

Shownotes

Wer wirklich etwas bei der Klimastrategie bewegen will, kommt an Scope 3 nicht vorbei. Das gilt für Industrieunternehmen – und noch viel mehr für die größte Handelsgruppe Europas. Bei den Unternehmen der Schwarz Gruppe, unter anderem Lidl und Kaufland, machen Scope-3-Emissionen satte 98 Prozent der gesamten CO₂-Bilanz aus. Davon entfallen wiederum über 80 Prozent allein auf eingekaufte Güter und Dienstleistungen. Eine Zahl, die den Handlungsdruck verdeutlicht – aber auch das strategische Potenzial.

In dieser Episode des SAIM-Podcasts "Grüne Wiese" spricht Host Andreas Winterer gemeinsam mit Lotte Schmidt (Director Sustainability Consulting, SAIM) mit Michael Löscher, dem Leiter Klimastrategie der Schwarz Gruppe, über die praktische Seite der Dekarbonisierung im Handel. Das Gespräch zeigt: Es geht nicht darum, ob man diese Aufgabe angeht – sondern wie.

Im Gespräch geht es unter anderem um:

  • Wie die Unternehmen der Schwarz Gruppe mit über 1.000 Lieferanten partnerschaftlich Richtung Netto-Null gehen, ohne sie zu überfordern
  • Warum die Validierung durch die Science Based Targets initiative (SBTi) ein Meilenstein war – und was sie von Unternehmen verlangt
  • Die Ernährungstransformation als Klimahebel: Warum der Weg zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln nicht über Verbote, sondern über attraktive, günstige Produkte führt
  • Wie Lidl (Vemondo) und Kaufland (K-Plant Based) Preisparität zwischen tierischen und pflanzlichen Eigenmarken geschafft haben – und was das bewirkt
  • Was Unternehmen von der Politik brauchen: Stabilität, klare Leitlinien, keine rückwärtsgerichteten Debatten

Michael Löscher gibt aus seiner täglichen Praxis bei der größten Handelsgruppe Europas fundierte Einblicke, die weit über Berichte und Zielzahlen hinausgehen. Lotte Schmidt ergänzt aus der SAIM-Beratungspraxis: Nur wer Daten, Kooperation und Mut zusammenbringt, kann die Scope-3-Herausforderung wirklich angehen.

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